Willkommen bei DAPHNE4NFDI

Photonen- und Neutronenstreuung wird für sehr unterschiedliche Wissenschaftsfelder angewendet. Die sehr verschiedenen Nutzenden stehen vor der gemeinsamen Herausforderung, den steigenden Bedarf von schneller Datenanalyse anzugehen, die ein effizientes Forschungsdatenmanagement erfordert. Die Komitees Forschung mit Synchrotronstrahlung und Forschung mit Neutronen arbeiten als Repräsentanten dieser Nutzergemeinschaft seit Jahren zusammen und stellen sich hier den Herausforderungen der digitalen Transformation. Das Konsortium DAPHNE4NFDI vertritt das breite Spektrum der Nutzer von Synchrotron- und NeutronenTechniken mit mehr als 5.500 Forschenden in Deutschland. DAPHNE4NFDI hat außerdem Anknüpfungspunkte mit den Wissenschaftsbereichen Festkörperphysik, Molekül/Atomphysik, Protein Kristallographie, Chemie, Katalyse und anderen (über 50 000).

Die Nutzer produzieren mehr als 28 PB Daten pro Jahr. Einzelne Experimente erzeugen dabei Millionen von Dateien, in einigen Fällen bis zu 1 PB pro Woche, je nach der Konfiguration des Experiments. Die aktuellen technischen Entwicklungen beeinflussen diese Nutzergemeinschaft dabei grundlegend, sowohl hinsichtlich der Bewältigung von rasant steigenden Datenmengen als auch durch die steigenden Datenraten – z.B. in Folge der höheren Brillianz der Quellen (Freie-Elektronen-Laser, neue Speicherringe und Neutronenquellen) oder schnellerer sowie größerer Detektoren modernster Bauart. DAPHNE4NFDI bringt Universitäten, Nutzer und Betreiber der Großforschungseinrichtungen für Photonen- und Neutronenforschung hier in neuer Weise zusammen: Um den Herausforderungen
im Bereich Daten-, Metadatenmanagement und hoher Datenraten zu begegnen, werden Lösungen für herausragende wissenschaftliche Experimente gemeinsam mit der Nutzergemeinde entwickelt. Dafür entwickelt DAPHNE die folgende Infrastruktur:

  1. Verbesserung der Metadatenerfassung durch konsistente Arbeitsabläufe, die durch nutzergesteuerte Online-Logbücher unterstützt werden, die mit der Datenerfassung verknüpft sind und somit eine umfassendere Erhebung von Informationen über die Experimente ermöglichen, als dies bisher möglich ist;
  2. Einrichtung eines gemeinschaftlichen Speichers für verarbeitete Daten, neue Referenzdatenbanken und Analysecode für veröffentlichte Ergebnisse, der nach Möglichkeit mit den Rohdatenquellen verknüpft ist, um den Zugang zu Forschungsdaten nachhaltig zu verbessern und die Wiederverwendung von Daten und Software zu ermöglichen;
  3. Entwicklung, Pflege und Bereitstellung der von den Nutzern entwickelten Analysesoftware auf der Infrastruktur der Einrichtungen, so dass normale Nutzer von den Analysen, die von führenden Nutzergruppen durchgeführt wurden, profitieren und diese über gemeinsame Datenanalyseportale wiederholen können.

Das Konsortium zielt somit auf eine nationale Forschungsdateninfrastruktur entlang einer Prozesskette ab, die vom Vorschlag über das Experiment bis hin zu den aufgezeichneten, gespeicherten, analysierten und interpretierten Daten reicht. Dies ist ein sehr ehrgeiziges Unterfangen. Aber das Konsortium baut bereits auf einer sehr starken Erfahrung mit den IT-Zentren an den Großgeräten, vielen Aktivitäten in der Datenanalyse, Datenkatalogen und Repositorien an den Universitäten und Forschungsinstituten und der Entwicklung von Metadatenstandards und Qualitätskontrolle auf. DAPHNE4NDFI will all diese Aktivitäten bündeln. Daher besteht das DAPHNE4NFDI-Konsortium aus Experten der Photonen- (KFS) und Neutronengemeinschaft (KFN), aus Experten der verschiedenen Wissenschaftsbereiche und -techniken (Beugung, Spektroskopie, Bildgebung usw.) an Universitäten, Forschungsinstituten und Großgeräten und steht in engem Austausch mit den Nutzern und Wissenschaftlern an Großgeräten sowie mit anderen NFDI-Konsortien.

Wenn Sie daran interessiert sind, dieser Initiative von Anfang an beizutreten, nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf